Culture Plus

 Graveurs

 

stElles - Deutsch

 

 

 

- StElles-Englisch

- StElles Niederländ

- StElles -  Deutsch

 

 

 


 

 


 

« stElles »

Zusammenziehung von "elles" ("sie" weibl. Plural)  und "stèles" (Stelen) ergibt StElles

Zwischen den megalithischen Stelen und den Silhouetten der Frauen von hier oder anderswo, aus heutiger oder vergangener Zeit, gibt es eine Verwandtschaft in den Erscheinungsbildern, die sich Chantal Hardy zu Nutze gemacht hat.

Durch ihre Kreation will die Künstlerin ihre Wertschätzung für die Frauen ausdrücken.

Sei sie eine Bäuerin mit Schürze und Kopftuch, Muselmanin im Tschador, verheiratet im Hochzeitsgewand oder religiös: die Frau setzt sich noch heute als schwaches Geschlecht herab, obwohl sie nach Courbet den Ursprung der Welt darstellt und tatsächlich die absolute Mehrheit der Menschen ausmacht.

Wenn eine einzelne Stele häufig dazu dient, vor dem Vergessen zu bewahren, so wird die Macht dieses Ansinnens noch durch ihre Aneinanderreihung in größerer Zahl verstärkt.

Und wie bereits die Skulpturen von Chantal Hard, ähneln sich alle diese Silhouetten aus Stein oder Körper, die keltischen oder orientalischen, antiken oder gegenwärtigen, ohne jedoch jemals identisch zu sein.

 

Die Litogaphin Chantal Hardy hat sich während ihrer Laufbahn die Techniken eines Bildhauers angeeignet und damit begonnen, Stahl zu bearbeiten.

Die Frauen ihrer Stiche haben so eine dritte Dimension erhalten, ohne dabei ihre typischen Merkmale zu verlieren.

Trotz ihrer (un-)menschlichen Bedingungen sollen diese zu Stelen gewordenen Frauen, erstarrt sowohl durch das von der Künstlerin verwendete Material als auch durch unsere Traditionen und alltäglichen Gewohnheiten, doch einen Beitrag zur Emanzipation leisten.

Es bleibt dem Betrachter überlassen, zwischen ihnen zu wandeln, die durch sie hervorgerufene Reflexion zu würdigen, ebenso wie das Heilige, das sie suggerieren, und Gedanken und Gefühle miteinander zu teilen.

 

Das Werk, das mehr als nur einen ästhetischen Hintergrund hat, ist nicht banal.

Ebenso wenig ist es das Vorgehen der Künstlerin.

Weit davon entfernt, anhand von Kultur oder Vermögen zu trennen, will sie  Gemeinsamkeiten in den Vordergrund stellen.

StElles versteht sich in seiner Gesamtheit als eine Reise von Gemeinschaft zu Gemeinschaft, von Gruppe zu Gruppe, von Region zu Region.

 

Von Seidenpapier zum Corten-Stahl: die Frau in all ihren Formen des Seins

Der Blick, den Chantal Hardy auf die Weiblichkeit richtet, ist vielsagend: als Frau wollte sie Künstlerin werden, obwohl die gesellschaftlichen Erwartungen ihr eigentlich eine andere Richtung wiesen. Sie ist letztendlich aus einer plötzlicher Anwandlung heraus Graveurin geworden, und das in einer von Männern dominierten Welt.

Nach dem Verlust von ihr nahestehenden Menschen hing sie trüben Gedanken, aber die Mutterschaft erlaubte es ihr schließlich, voran zu gehen und sich der tragischen wie auch zärtlichen Aktualität ihrer Geschlechtgenossinnen zu öffnen.

Ihre Stiche, Radierungen und später auch Lithographien haben fröhlichere Farben bekommen, und ihre Linien wurden allmählich immer klarer.

Danach hat die Künstlerin intensiv über das Material selbst der Stiche nachgedacht: sie ist von klassischem Material zu geleimtem Seidenpapier übergegangen, um dann Fabrikdrucke zu verwenden.

Angesichts dieser Entwicklung erscheint es als logische Konsequenz, dass sie sich heute mit der dritten Dimension und einem neuen Material auseinandersetzt. Sie bewahrt jedoch ihre klaren Linien, ihr wiederkehrendes Thema und die Charakteristika des Stiches.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt (auf französisch):

bullet

Chantal Hardy, Croix Henri Jacques, 14 in 4890 Thimister.
Tel : 0032/87/44.71.45
- Hardygraveur@caramel.com

bullet

Asbl Culture Plus, Louis Simaÿs, rue des Carmes, 212 in 4630 Soumagne.
Tel: 0032/4/377.28.90 - cultureplus@swing.be

Kontakt (auf englisch, niederländisch und italienisch)

bullet

Caroline Simaÿs, rue des carmes, 212 in 4630 Soumagne. Handy : 0032-495-70.98.31 - caroline_simays@hotmail.com

 

Technische Daten

Jede StElle ist aus einem 3mm dünnen Corten- Stahlblech geschnitten und wird für seine endgültige Darstellung eine Rostschattierung erhalten.

Die Höhe der Stelen variiert zwischen 1m und 2,15m, die Breite zwischen 1m und 1,50m

Auflage: 5 Drucke (von denen 4 auf Anfrage gefertigt werden). Der erste (bereits vorhandene) Druck ist für Ausstellungen vorbehalten.

  

Kleiner Einblick in den Lebenslauf Chantal HARDY (vollständig auf www.cultureplus.be)

bullet

Künstlerin, Graveurin, Lithographin, geboren am 18. Juli 1956

bullet

Diplomiert in Gravur und Zeichnung an der königlichen Akademie der schönen Künste in Lüttich

bullet

Professorin für Gravur und Lithographie an der Akademie der schönen Künste in Lüttich seit 2000

bullet

Persönliche Ausstellungen in Belgien (Verviers, Lüttich, Theux, Brüssel, Spa, Herstal, Ostende, Marche etc.) und in Frankreich (La Rochelle, Fontenay-le-Conte), in der Schweiz (Délémont), in Quebec (Trois Rivières) und in Deutschland (Schönecken)

bullet

Zahlreiche Gruppenausstellungen und -projekte in Belgien und im Ausland (Spanien, Quebec, Serbien, Portugal, Schweiz, Marokko, Deutschland, Frankreich, Luxemburg)

bullet

Werke sowohl in öffentlichen als auch privaten Sammlungen

bullet

Annäherung an den dreidimensionalen Raum durch Bühnenmalerei (besonders während der Inszenierung der Werke von Chiquet Mawet)

  

Ausstellungsprogramm von StElles (September 2006)

Die Gesamtheit der Installation StElles ist als Vorpremiere im November 2006  in Zusammenarbeit mit der Galerie Arte Coppo in der Kirche St. Lambert in Verviers ausgestellt worden. Sie wird bis 2008 erstmalig in Belgien ausgestellt, und zwar im Zentrum für Gravur der französischen Gemeinschaft in La Louvière.

Es wird bereits an einer Ausdehnung dieses Programms auf die angrenzenden Regionen und Länder gearbeitet.

 

Deutsche Übersetzung von Susan Rother und Juliane Hagen.